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fragte er mich, was ich thun wolle?— Ach Gott, ich verſchwieg ihm nichts; ich ſagte, daß ich mich mit ſeinem Namen geſchuͤtzt haͤtte.
Und waͤr' dies moͤglich, rief er, indem er mich in ſeine Arme druͤckte; waͤr's moͤglich, daß die ſelbſtſtaͤndige Tugend Zuſlucht an mei⸗ nem Herzen ſuchen wollte?
Ich weinte an ſeinem Halſe, heiße, o heiße Thraͤnen der Reue, meinen Schutzengel ſo lange verkannt, ihn ſo lange uͤber mein Herz zweifelhaft gelaſſen zu haben!— Nein, St. Aunex, ich taͤuſche nicht dich! nicht mich ſelbſt! Nicht Nothwendigkeit iſts, die mich
in deine Arme wirft! nicht Mangel an an⸗
derer Zuflucht! Dieſe ungluͤcklichen Umſtaͤnde thaten nichts, als den Schleier zetreißen, der die Gottheit in meinem Innerſten verhuͤllte! Freilich mußten erſt alle Leidenſchaften ſchwei⸗ gen, ehe mir die Stimme des Goͤttlichen, das immer in unſerm Herzen redet, hoͤrbar werden konnte!— Ich bin St. Aunexs Verlobte; dieſen Abend werde ich ſeine Gemalin, mor⸗ gen verlaſſen wir den Hof!


