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wigs Pferde zur Haͤlfte abſchaffte— ohnge⸗ faͤhr: Zum Wohl des Staats ſchafft ihr des Konigs
„ Pferde ab? Macht's mit den Eſeln ſo, womit er ſich umgab!
dieſe Zeilen brachten ihn in die Baſtille, wo er faſt anderthalb Jahr ſaß. Daß ihm Feder und Tinte verweigert blieb, war ſeine groͤßte Noth. Doch hatte es ſehr gute Folgen. Als epigrammatiſcher Dichter ging er ins Gefaͤng⸗ nis, als epiſcher heraus. Er hatte ſich in der Baſtille ſeine Henriade entworfen, und nicht nur den Plan in allen Details, ſondern auch eine große Menge Verſe ſelbſt woͤrtlich ausge⸗ arbeitet. Der Regent hielt ihn nun fuͤr be⸗ ſtraft genug, entließ und empfing ihn ſehr gnaͤdig. Einen Witzkopf, der fuͤr die Regent⸗
ſchaft ſchriebe und ſpraͤche, konnte man brau⸗
chen. Was kann ich fuͤr Sie thun? fragte der Herzog.„Fuͤr meinen Unterhalt ſorgen: aber ſich mit meiner Wohnung nicht wieder bemuͤhen“— ſagte V.—


