Teil eines Werkes 
13. Bd. (1816)
Entstehung
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Theaterdirektion wollte es nicht geben, weil nichts von Liebe darin vorkam. Oho! ſagte V., fehlt's nur an einem Liebeshandel? Den zettl' ich uͤberall an! Er ſetzte auch wirklich noch ſo etwas hinein und verdarb damit das Ganze. Es wurde aber doch ſpaͤterhin mit vie⸗ lem Beifall ſehr oft gegeben. Er draͤngte ſich nun in Eitelkeit zu den Gelehrten von Ruf, ihre Urtheile zu vernehmen im Grunde aber wol nur, ſich Komplimente ſagen zu laſſen; denn als ihm der alte Fontenelle mit vieler Artigkeit geſtand, er ſinde nur noch zu viel unzweckmaͤßig aufwallende Jugendhitze darin, erwiederte er: Mich von dieſem Fehler zu ent⸗ woͤhnen, werd' ich Ihre Idyllen ſtudiren! Seine Eitelkeit trieb ihn nun, auch alles aufzubieten, um einen von der Akademie ausgeſetzten Preis zu erringen. Es gelang nicht, und er raͤchte ſich durch die giftigſten Epigramme. Er zog ſich ſchlimme Haͤndel zu, und der Vater jagte ihn aus dem Hauſe; doch ſorgte er dafuͤr, daß er bei der Geſandt⸗ ſchaft in Holland unterkam. Kaum war V. dort warm geworden, ſo verwickelte er ſich