Teil eines Werkes 
11. Bd. (1816)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

87

junge Herr lobte meine Einrichtung das war gut! Seine Augen ſielen auf mein Schan⸗ ziſches Pianoforte: er pries die Seelen, die die Tonkunſt liebten, und blinkte dabei nach meinen Augen, wie mein Kanarienvogel, wenn's blitzt das mochte auch hingehn! Ich fing etwas anders an: er hoͤrte nicht, ſondern ſprang nach einigen Muſikalien.Beethovenſche So⸗ naten! rief er entſetzt, wie jener, der in der Wuͤſte einen Waſſerſchlauch zu finden ge⸗ glaubt, und Perlen gefunden hatte. Nun ging's los: was das fuͤr einen Geiſt vovaus⸗ ſetze, dieſen feurigen, aber duͤſtern, wilden Kaͤnſtler faſſen zu koͤnnen! was fuͤr Kunſtfer⸗ tigkeit, ſeine Schwierigkeiten zu bezwingen! u. ſ. w. Ich ſuchte nach jedem ſeiner Aus⸗ rufungszeichen einen Gedankenſtrich einzu⸗ ſchieben: es war vergebens, und wurde immer aͤrger. Das Maͤnnchen ſagte mir die tollſten Schmeicheleien, und ſahe obendrein dabei im⸗ mer ſo pfiffig aus, als denke er: Ich weiß wol, daß das nicht wahr iſt und du das nicht verdienſt: aber ich bin ſo fein, dir's einzure⸗ den, und du biſt ſo albern, dir's einreden zu