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habt geſehen, was er ehemals war, und ihr koͤnnt urtheilen, was er jetzo ſeyn mußte. Zwar nicht mehr der wilde Luͤſtling, als vor⸗ dem, aber ein vom Genuß uͤberſaͤttigter Mann ohne Grundſaͤtze. Zwar nicht mehr nach Schaͤtzen geizend, wie vordem, aber eben ſo leidenſchaftlich bemuͤht, das, was er errungen hatte, fuͤr Minona zu nuͤtzen. Minona, die gute, die talentvolle, ach— noch mehr fuͤr ihn!— die himmliſchſchoͤne Minona mußte durch das glaͤnzendſte Loos ausgezeichnet wer⸗ den, und kein Mittel blieb unverſucht, ihr dieſes zu ſichern.
Die Wohnung laͤndlicher Ruhe ward bis zum Uebermaß verſchoͤnert. In der Stadt, in welcher Selmar ehemals mit mir und Coͤ⸗ leſten wohnte, ſtieg ſein Haus groͤßer und praͤchtiger als zuvor aus der Aſche auf; die Feſte begannen von neuem, und Minona war die Koͤnigin derſelben. Eine Gottheit erſchien, wenn ſie ſichtbar war; jedes Auge hing an ihren Reitzen, ſo wie das Herz des bezauber⸗ ten Vaters an dem Gluͤck, das er ihr bauen wollte.


