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alles. Guſtav ſollte ja nicht allein nachgiebig gegen ſeine Aeltern werden, ſondern auch ge⸗ gen andere Menſchen. Dazu waren heroiſche Mittel noͤthig.
In meiner Nachbarſchaft in der Stadt wohnen einige ordentliche Handwerksleute, die tuͤchtige, unverdorbene Knaben haben; im Sommer auf dem Lande fanden ſich dergleichen Kinder auch. Dieſe waͤhlte ich fuͤr Guſtav zum Spiel, unter der geheimen Aufſicht eines Domeſtiken und mit der nachdruͤcklichſten Er⸗ mahnung, ſich ja nicht von Guſtav beherrſchen zu laſſen, und, im Fall er durchaus ſeinen Willen haben wollte, gleich mit Spielen auf⸗ zuhoͤren. Das erſte Spiel war ein militaͤ⸗ riſches. Guſtav wollte Officier ſeyn: ſeine Kameraden ließen es ſich das erſtemal gefal⸗ len; aber als er das naͤchſtemal wieder die Befehlshaberſtelle erzwingen wollte, warfen ſie ihn unſanft zuruͤck und gingen nach Hauſe. Langweile und der Reitz des Spielens zogen ihn wieder zu den Knaben hinunter. Er lei⸗ ſtete auf den Officier Verzicht und nahm mit dem Korporal vorlieb; endlich ließ er ſich auch
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