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Hier erſchrak ich, entfernte den geſchlage⸗ nen Bruder ſo ſchnell als moͤglich, griff nach dem Knaben, und flog mit ihm in ein ande⸗ res Zimmer. Zum Gluͤck ſtanden auf dem Tiſche bleyerne Soldaten. Mit Einem Hiebe wuarf er ſie nieder.— Der Bruder war vergeſſen.— Jetzt fuͤhrte mein Mann den Bruder herein: freundlich ſtreckte Guſtav die Haͤnde nach ihm aus und zeigte ihm die Sol⸗ daten; den Vater ſah er nicht an.
Ich fuͤhle, ich habe gefehlt, ſagte mein Mann freundlich zu mir. Du haſt mehr Ge⸗ duld als ich; behandle du den Knaben.
Sein Vertrauen that mir wohl, ich nahm mir vor, es zu verdienen.
Vor allen Dingen fand ich noͤthig zu un⸗ terſuchen, woher wol bei dem Kinde der ſchreck⸗ liche Trotz und die große Hartnaͤckigkeit komme? Ich fand in ihm, bei großer Feſtigkeit, eine Abneigung, irgend etwas zu thun oder zu laſ⸗ ſen, das er nicht ſelbſt beſchloß; dabei eine große Entſchloſſenheit, in allen Faͤllen, wobey das Zuthun anderer Menſchen nicht im Spiele war. Man haͤtte ihn leicht fuͤr unentſchloſſen


