Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
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auf die Seite brachte, reichte mir denſelben, mit verſichernden Schwuͤren, er habe ihn nur fuͤr mich entwendet. Ich wagte es nicht, ihm den Spiegel zuruͤck zu geben, um ihn nicht vor aller Welt zu Schanden zu machen.

Haͤtte ich zum Diebſtahl ſo viele Neigung, als zu dir, ſo faͤnde ich wol tauſend brauchbare Dinge; ſo aber will ich mich lieber morgen hier auf rechtmaͤßige Art damit verſorgen. Du wirſt mir ein Vergnuͤgen machen, wenn du mir deinen Entſchluß uͤber die Sache mittheilſt, von der wir heute in der Meſſe ſprachen. Glaube feſt, es iſt mein ernſter Wille, es geſchehe was da wolle, ſtets die Deinige zu ſeyn.

24.

Ich bitte dich, ſchreib mir nie mehr; ſo eben erhalte ich einen Brief von meinem Normandi⸗ ſchen Liebhaber, der wenigſtens eben ſo gut iſt, als die deinigen. Man hat es mir wol geſagt, daß alle Leute aus jenem Lande ſehr viel Geiſt haben. Du wirſt dich erinnern, in Voiture einen Brief geleſen zu haben, den er an De⸗