130
als Stimme des Himmels das Wort von den
Lippen der tiefgeehrten Mutter, und die Toͤch⸗ ter im Abglanz ihrer Tugenden herrlich gedei⸗
hen. Laßt ſie wiederkehren die Zeit der from⸗ men Treue, der Treue bis in den Tod; wie⸗ derkehren die Zeit, wo der Hausherr gegen den Frevel ſeiner Diener kein gebrochenes Schwerdt aus der Scheide zog, und die Hausfrau nicht erblaſſen mußte, wenn ſie ihren Dirnen ſtrenge Zucht gebot. Ihr allein koͤnnt ſie wiederbrin⸗ gen, jene Zeit, wo die frommen Kindlein um
den Chriſtbaum beteten, und dem Vater das
Herz ſchlug, und der Mutter eine Thraͤne bebte im ſanſten Auge!— Nicht die Sprache allein jener Zeit— ihre Sitte laſſet uns wiederbrin⸗ gen, traute Schweſtern! Kehret die Sprache der zuͤchtigen Einfalt allein zuruͤck, ohne ſie ſel⸗ ber, dann ſpielen wir Komoͤdie in der Komoͤdie unſers Lebens. Nicht alſo ſei es! ſo bringen wir die Maͤnner nicht zuruͤck aus der Circe Ge⸗ biet! Die Sitte, Schweſtern, der Geiſt kehre wieder, und bilde ſich dann nach Wohlgefallen ſeine Sprache!—
Zuͤrnet ihr dem leiſen Stimmchen, daß es
———


