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ſetzte ſie bald hinzu.— Solee ich nicht vor meinem Vermaͤhlungstage ſchaudern, der mei⸗ ne Schweſter von mir trennt, die ich kaum erſt gefunden habe? Denn das Kloſter hielt ſie gefangen, und ſoll ſie bald wieder in ſeine Mauern begraben.
Ottiliens Thraͤnen ſloſſen. Fiora leg⸗ te die Weinende ſanft in Antonio's Arm. Koͤnnten Sie wollen— ſagte ſie— daß ich mein Gluͤck durch ewige Thraͤnen meiner Schwe⸗ ſter erkaufte? Gewiß, das Loos dieſer Un⸗ gluͤcklichen muß Sie jammern. Es waͤre dop⸗ pelt grauſam, wenn ſie jetzt, da ſie die Freu⸗ den des Lebens und der Liebe geſehn hat, in jenes traurige Grab zuruͤckkehren ſollte.
Antonio wußte ſich kaum zu faſſen. Bald glaubte er das Geheimniß ſeiner Liebe verrathen, bald war er entzuͤckt von Fiorens Liebe zu der Schweſter. Schon war er auf dem Wege, ſeiner Braut Alles zu entdecken, da beugte ſich dieſe troͤſtend auf die ſtill fort⸗ weinende Ottilie, und indem ſie ihre Stirn leiſe kuͤßte, liſpelte ſie: Bitte ihn ſelbſt um deine Rettung, meine Ottiliez denke, daß


