33 auch die tiefſte Nacht ſie umhuͤllte, und ihr Auge vergebens nach einem Ausweg blickte.
Ein Schiff zeigte ſich in der Ferne, und ſchien ſich ihnen zu näͤhern. So gern Anto⸗ nio noch laͤnger mit der Geliebten auf dem ein⸗ ſamen Meere geſchwebt haͤtte, ſo mußte er doch ihrer Furcht vor Raͤubern nachgeben, und den Ruͤckweg antreten.
Nah am Schloſſe begegnete ihm ein Frem⸗ der. Antonio ſah ihn mißtrauiſch an. Bald aber erkannte er in ihm ſeinen lange vermißten Freund, Jeronymo, und flog mit froher Eile in ſeine Arme. Ottilie entfernte ſich waͤh⸗ rend der lebhaften Freude des Bewillkommnens.
Jeronymo erzaͤhlte nun ſeinem Freunde, wie ſein Pflegvater und Lehrer, Ambro ſius, vor einiger Zeit geſtorben ſey, und ihm hei ſeinem Ende noch zur Pflicht gemacht habe, einige Laͤnder Europa's und Afrika's zu durch⸗ reiſen, theils, um ſich in den Geheimniſſen der Natur mehr zu unterrichten, theils, um gewiſſe Nachforſchungen zu vollenden, von welchen Ambroſius ſelbſt durch Altersſchwaͤche ab⸗ gehalten worden war. Er ſei aber genoͤthigt,
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