Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
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Wer ſingt uns jetzt die wunderbaren Wor⸗ te? rief Antonio Laß uns dem Wink des Zufalls folgen, Ottilie! Uns bleibt der Augenblick, wenn alle Hoffnung um uns verſchwindet. Dieſen laß uns faſſen, unbe⸗ kuͤmmert, was in der Zukunft ſich verbirgt! Wen die Lieb' umfaßt, dem winket aus den Wellen noch das Gluͤck! 1

Ottilie war ebenfalls durch dieſen Ge⸗ ſang wunderbar bewegt. Sie fuͤhlte ſich be⸗ ruhigt, als haͤtten ſchuͤtzende Genien ihr dieſe Worte zugerufen. Ihre Liebe ſchien ihr vor den Heiligen ſelbſt gerechtfertigt, und dieſen Beſchuͤtzern uͤberließ ſie nun in feſtem Ver⸗ trauen die Leitung ihrer Schickſale. Heiter ſtieg ſie an Antonio's Arm an das Land, und bei dem Abſchiedskuß lud ſie ihn ſelbſt zu einer Waſſerfahrt auf den naͤchſten Morgen ein, um die Sonne, auf dem Meere ſelbſt, dem Meere entſteigen zu ſehen.

Wo haben Sie denn die Braut? rief der Graf Antonionn entgegen, als er in das Schloß trat.