Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
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Sie wollen es mir verbergen fuhr ſie fort aber ich ahnde es doch, und mir ſoll⸗ ten Sie nichts verheimlichen.

Ottiliel rief Antonio koͤnnten Sie mich fuͤr faͤhig halten, Sie zu hinterge⸗ hen? Fur Sie brach ich dieſe Roſe.

Fuͤr mich? fiel Ottilie erſchrocken ein Nimmermehr!

Einzig fur Sie erwiderte Antonio koͤnnen Sie heut, an dieſem Abend, zweifeln? Daß ich ſie Ihrer Schweſter gab, war bei dem

Drang der eintretenden Umſtaͤnde unvermeid⸗

lich, das Gegentheil waͤr' unverzeihliche Unbe⸗ ſonnenheit geweſen. Koͤnnten Sie darum zuͤrnen, Ottili

Wie gern glaubte ich Ihnen fagte Ot⸗ tilie, in Gedanken verloren aber nein, es iſt unmoͤglich, es kann nicht ſo ſeyn!

Sie wurden von neuem getrennt. Otti⸗

lie ſprach nicht mehr, tanzte ohne Theilnah⸗

me, und entfernte ſich ſchnell, als der Tanz geendigt war. Antonio freute ſich der uͤbel verheelten Eiferſucht, welche aus Ottiliens Verdacht hervorblickte. Im Taumel ſeines