Teil eines Werkes 
10. Bd. (1815)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Ein ſchlimmes Zeichen ſcherzten einige daß der Braͤutigam ſchon am Verlobungs⸗

Tage der Braut entlaͤuft.

1

O nein! entgegneten neckend die Maͤd⸗ chen, die ihn noch gefeſſelt hielten der em⸗ pfindſame Braͤutigam ſchlich einſam in dem Ge⸗ buſch und ſuchte fruͤhe Roſen fuͤr die Ge⸗ liebte.

Antonio's Wangen gluͤhten. Ottilie,

welche der Lärm in den Kreiß um den Braͤuti⸗ gam gelockt hatte, entfernte ſich ſchnell, und Fiora mußte von den Gaͤſten einige Scherze uͤber die Sentimentalitaͤt ihres kuͤnftigen Ge⸗ mahles anhoͤren, indem ihr Antonio, in den Scherz einſtimmend, die Roſe uͤberreichte,

Der Bräutigam mußte nun, zum Preiß ſei⸗ ner Entfeſſelung, mit den Maͤdchen, und die Braut, zum Loſegeld ihres Verlobten, mit den Maͤnnern, die ihn gefangen hatten, den Reſt der Nacht durchtanzen. Bei dem letzten Tan ze trat Ottilie nahe bei Antonio in die Reihe der Tanzenden. Sie ſchien ganz an ſei⸗ nen Blicken zu haͤngen, und kaum den Angen⸗

3