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O du ſchoͤne, ſchauerliche Oede⸗ Von der jungfraͤulichen Fluth verſchoͤnt; O du Waldgeſang, du Hirtenflote, Die in jenen fernen Donner toͤnt: Singen ſoll ich euch?— Ich kann nur weinen! Sollt' auch hier die Muſe mir erſcheinen— Sie verſchwebt' im braußenden Gewuͤhl⸗ und der Seele blieb allein— Gefuͤhl!
Nur dies kranke Herz!— Sind nicht die Reiche Treuer, hoffnungsloſer Liebe hier? Dieſe Felſen, dieſe Roſenſtraͤuche, Fluͤſtern ſie nicht Laurens Namen mir? Dieſer Voͤgel flatterndes Gefieder, Dieſer Bach rauſcht mir Petrarchens Lieder! Dieſer Lorbeer, dieſes Felsgeſtein, Nennt des Dichters Gluͤck und ſeine Pein!
Unter dieſes wilden Strauches Sproſſen, Der Jahrhunderte verwehen ſah⸗ Saß, von Bluͤtenregen uͤbergoſſen,
Sie, die Konigin der Maͤdchen, da!
Weinend liegt die Treue ihr zu Fuͤßen! Jene Felſenhoͤle mag es wiſſen,
Ob, wo ſie die tiefſte Nacht umzieht, Lauren nie ihr ſanftes Herz verrieth!


