Teil eines Werkes 
9. Bd. (1815)
Entstehung
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Tapferkeit: aber die That galt fuͤr dieſe, und ich konnte mich ſchon als Inhaber des hohen Poſtens eines Faͤhndrichs anſehn. Wie gluͤck⸗ lich war ich! und wie uͤbermuͤthig! Der Graf Ch... fand ſo viel Wohlgefallen an mir, daß er mich nicht von ſich ließ. Er wußte, daß ich arm war, und verſprach, meine Equipage zu beſorgen. Ich mußte immer um ihn ſeyn, und ſo kam ich auch mit ihm in das nemliche Haus, wohin mich jetzt, nach dreizehn Jahren, wieder mein Geſchick brachte. Aber ach! wie geaͤndert! damals jung, liebenswuͤrdig, munter, unſchuldig, jauchzend in Stolz und Hoffnung: heute? Ich hatte in dieſen Jahren geſchwind leben gelernt! mehr als die doppelte Zahl der wirklich verſtrichenen war fuͤr mich dahin! Ich war nicht jung, nicht liebenswuͤrdig, nicht unſchuldig, nicht ſtolz, nicht hoffnungsvoll mehr auch nicht munter; denn als einen jaͤmmerlich Verwundeten fuͤhrte man mich ein! Doch dafuͤr war ich Hauptmann, ſpielte hier beinahe die Rolle meines ehemaligen Goͤnners, des Grafen, der mich eben ſo geſchwind leben lehrte, und ein reicher Onkel war in dieſer