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Chariton den Teller halten, als Anne zur Ader ließ, weil das Kind kurz zuvor vom Anblick einer Wunde faſt ohnmaͤchtig geworden! und Seline, die die kranke Frau nicht mit beſuchen wollen, weil ſie das Jammern nicht hoͤren konnte, hat andern Tags mit Ihnen ins Hospital gehen muͤſſen! Ich kann Ihnen nicht ſagen, wie hart mir das vorkommt, und wie ich die armen Kinder bedauert habe.— Und muß auch die zarte Bluͤthe von Charitons himmliſchem Ge⸗ ſichte, wie die ihres Herzens, nicht einſchrum⸗ pfen, wenn ſie den rauheſten Winden preis gege⸗ ben wird? Und Seline vollends— darf man ſolche Mitgaben der Natur aufopfern, als Ihren Kindern zu Theil wurden? O mich duͤnkt oft, ich muͤßte Ihnen recht boͤſe ſeyn, wenn ich nur koͤnnte! Corn. Recht ſo, meine Gute: ſagen Sie
Alles heraus, was Sie gegen mich und meine
Methode auf dem Herzen haben; ſo iſt es mir lieb, und ich will Ihnen auf Alles Rede ſtehen.— Haben Sie ſonſt noch etwas? Clement. O viel, viel! Z. B. das Fruͤh⸗ aufſtehen, wozu die armen Kinder ſich anſtren⸗


