Teil eines Werkes 
9. Bd. (1815)
Entstehung
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was ich thue, oder ob ich aus einer inſtinkt⸗ artigen Nothwendigkeit in meiner Natur ſo handeln muß! Oft duͤnkt mich, es waͤre alles wohl uͤberlegter Plan, und ein andermal, es ſei alles Trieb, und muͤſſe ſo ſeyn. Vielleicht habe ich beidemale Recht vielleicht auch beidemale Unrecht. Nun Sie wollen mich begreifen, und ſo muß ich Ihnen vorlegen, was ich daruͤber denke.

Clement. Halten Sie denn uͤberhaupt jung⸗ fraͤuliche Zartheit nicht fuͤr die ſchoͤnſte Blume im weiblichen Kranze? Und koͤnnen Sie das rauhe Amazonenweſen ſchoͤn finden, womit einige unſerer Heldinnen Wind und Wetter, Schnee und Sonnenſtich und jedem andern Un⸗ gemach trotzen?

Corn. Ich liebe die weibliche Zartheit, und finde den rauhen, maͤnnlichen Trotz gegen das Schickſal, wie gegen die feindlichen Elemente, am Weibe wenigſtens nicht ſehr wuͤnſchens⸗ werth; aber...

Clement. Und dennoch fuͤhren Sie auch im Winter Ihre Kinder faſt taͤglich ins Freie! und dennoch mußte, wie man mir erzaͤhlt, Ihre