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Geſtehe nur immer, daß es ſehr ungefaͤllig von Dir iſt, mir eine Abſchrift des Briefes zu ver⸗ weigern, den Du nach Deiner Ruͤckkehr von Chantilly ſchriebſt. Mein Oheim, der ihn vor mehr als vierzehn Tagen leſen hoͤrte, und in dein Wahne ſteht, ich haͤtte einige Gewalt uͤber Dich, draͤngt mich ſo ſehr, ihm dieſen Brief zu verſchaffen. Du wirſt mich ſehr verbinden, wenn Du ihm die Gunſt erzeigſt, die Du mir ſo hartnaͤckig abſchlugſt. Jede andre wuͤrde an meiner Stelle glauben, dieſe Ungefaͤlligkeit ent⸗ ſpringe aus Geringſchaͤtzung: aber ich weiß nur zu wol, daß es blos Traͤgheit iſt. Du magſt
nun aber ſo traͤge ſeyn als Du willſt, ſo wiſſe
doch, daß, wenn Du mir bis Sonnenuntergang den Brief nicht ſchickſt, ich Dir einen Streich ſpielen will, auf den Du gewiß nicht gefaßt biſt. Das„Ganz und gar nicht, 2) das ſich in
2) Bourſault ſchrieb an Hrn. Millage, daß er in Chantilly ein junges Maͤdchen angetroffen habe, die auf die Verſicherungen, ſie ſei ſchoͤn und habe ſehr viel Geiſt, er freue ſich ſehr uͤber


