Teil eines Werkes 
8. Bd. (1815)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

97

Schwuͤre beurkunden, daß es mich entzuͤckt, wenn Sie lebenslang der Meine ſeyn und mich die Ihre ich bin entſchloſſen es zu ſeyn nennen wollen.

6.

Flattergeiſt! Du ſiehſt gerade aus, als woll⸗ teſt Du mich betruͤgen! Du ſprichſt zu viel Gu⸗ tes von der jungen Dame, die Du geſtern auf dem Balle trafſt, um nur Achtung fuͤr ſie zu empfinden. Ich ſehe aus Deinem Bilde, daß ſie hoͤchſt reizend, hoͤchſt liebenswuͤrdig iſt, und dennoch haſſe ich ſie, denn ich fuͤrchte, Du koͤn⸗ neſt ſie lieben. Dies Geſtaͤndnis iſt vielleicht etwas zu ſchmeichelhaft, aber Du haſt mir ſo oft geſagt, Guͤte ſei die feſteſte Kette fuͤr Dich daß ich mich ihrer bedienen will, um nicht einen Verraͤ⸗ ther zu verlieren, der mir nur zu leicht entſchluͤ⸗

pfen koͤnnte. Sei mir treu, und ich will alles

fuͤr Dich thun, was man ohne Entweihung thun kann, wenn man ſich liebt, wie wir uns lieben.

J. f. F. II. J. 4. H.

2