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Leſerinnen entſcheiden; noch merkwuͤrdiger— denn ſie ſind das vorzuͤglichſte, vielleicht das einzige Muſter anſpruchloſer Naivetaͤt in der geſammten, mit feinem Witz und pomphaften Pathos prangen⸗ den franzoͤſiſchen Literatur des ſiebzehnten Jahr⸗ hunderts.
Ich wage daher eine Ueberſetzung derſelben Sie iſt nicht die erſte. Schon Weiße machte vor etwa dreißig Jahren eine, in ſeinen Frauen⸗ zimmerbriefen, bekannt. Sie iſt meiſtens richtig und fließend, aber etwas weitſchweifig. Jetzt machen wir ganz andere Forderungen an eine Ueberſetzung, und duͤrfen ſie machen, weil⸗ ſie zu erfuͤllen, moͤglich iſt. Ich habe mich be⸗ muͤhet, den Sinn uͤberall moͤglichſt gedraͤngt und den Eigenheiten des Originals nahe wiederzu⸗ geben.
W. A. Gerle.


