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Doch nur um zu ſcheiden nahet ſein Blick, Ihn haͤlt kein zaͤrtliches Flehen;
In Leid zerrinnet das ſuͤßeſte Gluͤck, Verlaſſen muß Treue ſich ſehen.
Nun irrt mit näͤchtlichen Wolken ihr Sinn, Ihr Klagen verwehen die Stuͤrme,
Kein Stral verheißt ihr ſuͤßen Gewinn, Kein Licht erhellet die Thuͤrme!
Da zeigt des Knaͤbleins kindliche Hand
Den Fels hinunter mit Freuden:
Ein Stern ragt uͤber der Fichtenwand, Sanft ſtralend— ein Troͤſter im Leiden!
Es jauchzt das Kind dem goldigen Schein, Doch neidiſche Wolkengehaͤnge
Umkreiſen der Blicke lichten Verein
Ihm nahend— in drohender Menge.
Und raſtlos jagen die Wolken ſich,
Den liebenden Schein zu entruͤcken;
Der Sturm treibt die irren— matt erblich Das Sternlein, des Kindes Entzuͤcken.
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