Teil eines Werkes 
8. Bd. (1815)
Entstehung
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er mir, recht ſehr gefallen: aber doch gar nicht auf die Art, wie er mir haͤtte gefallen ſol⸗ len! Oder ſollte er wol gar, ſiel mir her⸗ nach ein, gegen dich, als ein Frauenzimmer, abſichtlich nur den feinen, artigen Gefellſchafter

haben ſpielen wollen? Mein Blut wallete leb⸗ hafter, meine Wangen brannten von Roͤthe: da kam der Bediente:Herr Schillerl⸗ Es iſt ſo! dacht' ich. Nun ſiehet er ſein Unrecht; koͤmmt zuruͤck, es gutzumachen!

Ich gehe ihm entgegen: ein ganz anderer, ebenfalls ſehr huͤbſcher Mann tritt ein! Eine kaum mittel⸗lange, etwas unterſetzte, kraͤftige, aber nicht fleiſchige Geſtalt, große offne Augen voll Geiſt, ernſte Miene, ziemlich feſter und

haftender Blick; anfaͤnglich ein etwas kaltes,

abgemeſſenes, aber durchaus anſtaͤndiges, ge⸗ bietendes Betragen; wenig Worte, aber bedeu⸗ tende; etwas langſame, nachdruͤckliche, wohl⸗ klingende Sprache Das, rief es in mir, das iſt der wahre Schiller! mit jenem unterge⸗ ſchobenen hat einer deiner Freunde dich geneckt, und das ſoll ſich ſchon finden!

Nach den erſten Hoͤflichkeiten wendete ich