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Entfernt iſt der Gebieter mein, Mein edler, mein treuer Gemal:
Drum ſchließe das ſtille Gemach mich ein, Vor zaͤrtlichem Mondenſtrahl.“
Sie ging ins Zimmer mit ſtillem Gemuͤth; Ihr folgten die Frauen getreu—
Sie ehrten die Blume, die einſam bluͤht, In ſittſamer, lieblicher Scheu.——
Wo iſt Nemours? wo mag er jetzt, Der ſchoͤne Herzog, ſeyn?
Er mocht', im Herzen tief verletzt, Nur ihres Blicks ſich freun.
Der Held von Metz, des Ruhmes Sohn, Er gab beſiegt ſich hin.
„Ach Monden, Jahre dien’ ich ſchon Der ſchoͤnen Herrſcherin!
Ach ſie iſt kalt! ihr ernſter Blick Verſchmaͤht mein ſtummes Flehn! Iſt dem ihr Herz, den nur ſein Gluͤck Ihr zum Gemal erſehn? J. f. F. II. J. 1. H.. 3


