Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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Man blickt, faßt die Hand, theilt die Seele mit, und iſt vergnuͤgt Die geſellſchaft⸗ liche Ausſicht in eine beſſere Welt giebt Frie⸗ den, den keine Vermiſchung giebt! So lange Stiftungen dieſer Art vorhanden ſind, ſollten ſie der Menſchlichkeit naͤher gebracht, und durch den wahren Geiſt der Religion beſeelt werden. Auch koͤnnten ſie nuͤtzlich fuͤr die Welt leha⸗ wenn die Welt chriſtlich waͤre.

Dein Hirt koͤmmt Auf, liebes Noͤnn⸗ chen! Siehe da, er nimmt dich bei der Hand, und fuͤhrt dich wohin? in deine Zelle! Noch ſeh' ich dich in deinem Kranz und Schmuck. Ungetruͤbt ſcheinen deine Augen, heiter dein Herz! Paulus wuͤrde ſagen: Ich will dich fuͤhrzen, meine Tochter, als eine reine, ſchoͤne Braut dem Herrn zu, und dich einſt ihm dar⸗ ſtellen! O daß dein Fuͤhrer etwas davon fuͤh⸗ le! Du entweichſt meinen Augen. Lebe wohl, liebes Noͤnnchen! Die Tage deines Lebens! Lebe wohl! Dein Kranz verlaſſe dich nicht! Holder Friede ſchwebe uͤber dir ruhe in deinem Herzen! Ich ſehe dich nicht wie⸗ der auf Erden nicht wieder! Jede Sonne