Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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und die ihm wahrſcheinlich das Leben ihrer angebeteten Mutter verdankte. Auch war mein Dank ein eben ſo tiefes, als leidenſchaftliches Gefuͤhl. In meinem bisherigen Leben war meine Empfindung, wie eine klare Quelle, ſanft und leiſe fortgeglitten: die Begebenheiten die⸗ ſer letzten Wochen hatten das geaͤndert. Reich und tief durchſtroͤmte ſie jetzt mein Leben mit einer Kraft, deren Daſein ich fruͤher nicht in mir geahnet hatte.

Meine Mutter erſtand bald von ihrem Kran⸗ kenlager und auch von außen wurde es ruhi⸗ ger in unſerm Lande. Man fuͤhlte denſelben Druck; aber es war doch alles geordnet, und der Willkuͤhr die Herrſchaft genommen. Mek⸗ lenburg hatte ſeinen Fuͤrſten verloren und ſeine Einwohner fuͤhlten die Trauer verwaiſeter Kin⸗ der. Einſamkeit und Schweigen herrſchten uͤberall, Sorge und Kummer lagen auf jedem Geſichte: aber das Getuͤmmel des Krieges hatte ſich entfernt, und die Stille eines druͤk⸗ kenden Gewitterabends war ihm gefolgt. Nur von Pommern her ſchallte der Kanonendonner bis zu uns. Ach, dieſe Belagerung Stralſunde