Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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Und träufelt ins einſame, ſehnende Herz Ihm heilige Schauer voll Wonn' und Schmerz, Es oͤffnet ihm klingend die Pforten der Zeit Und zeigt ihm die Au'n der Vergangenheit,

Die heilgen Ruinen der verſunkenen Welt, Vom lieblichen Strahl der Erinn'rung umhellt, Wo einſt mit reiner, unſterblicher Luſt Das Leben ihn ſchloß an die bluhende Bruſt;

Und hat er geweint, dann flüſtert's ihm zu: Du weinſt nicht vergebens, einſt kehret die Ruh! Schon winkt ihm der Heimath beſchirmendes Dach, Da ſcheidet's vom Wandrer und blicket ihm nach; Und lenkt ſeinen einſamen, naͤchtlichen Gang Die ſchimmernden Thaͤler und Hügel entlang Zu den Graͤbern der Todten, dort weilt es vertraut Und laͤchelt am blumigen Huͤgel der Braut;

Blickt ernſt auf die Kraͤnze am ſchimmernden Stein,

Die das einſame Denkmal des Schlummernden weihn,