Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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Nicht weit von meinem Reiche lebt ein ge⸗ wiſſer Koͤnig Galifron. Dieſer Menſch hat es ſich in den Kopf geſetzt, mich zu heirathen, und hat mir ſchon unter den fuͤrchterlichſten Drohungen den Antrag machen laſſen. Sage aber ſelbſt, ob ich ihn annehmen kann. Es iſt ein Rieſe, ſo groß wie mein hoͤchſter Schloß⸗ thurm, er ſpeißt Menſchen wie wir Auſtern oder Seekrabben; denn ſein Mund iſt wie ein Stadtthor, ich begreife nicht, wie er damit kuͤſſen will. Wenn er laut ſpricht, ſo werden alle Menſchen drei Meilen im Umkreis taub, kurz er iſt ein Ungeheuer, das zu nichts in der Welt taugt, am wenigſten zu meinem Ge⸗ mal. Ich habe ihm ein Koͤrbchen gegeben, ſeitdem aber verwuͤſtet er mein Land und frißt meine Unterthanen mit Hab und Gut weg. Du begreifſt, ſchoͤner tapfrer Florio, daß ich auf keinen Vermaͤlungsantrag antworten kann, bis mir der Brautwerber den Kopf jenes uͤberlaͤſtigen Freiers bringt. Ich weiß, du ſchlaͤgſt mir dieſen Dienſt nicht ab.

Florio ſtand erſtaunt. Aber er beſann ſich nicht lange. Prinzeſſin, ſprach er, ich