3 27 den Hauptſturm auf das Herz der ſchoͤnen Prinzeſſin. Die Prinzeſſin ſelbſt aber erblaßte. Ach— ſagte ſie zu ihrer Vertrau⸗ ten— ich bin die ungluͤcklichſte aller Prinzeſ⸗ ſinnen. Der gute Junge hat gewiß eingeſehen, daß es unmoͤglich iſt, was ich von ihm for⸗ dere, nun kommt er und wird Abſchied neh⸗ men wollen, was fangen wir denn nun an?
Die Vertraute wollte troͤſten, aber es half nichts. Der Papagei wollte aufheitern, aber der ungluͤckliche Spaßmacher wuͤhlte aus ſeinem Sprachſchatze das klaͤglich omineuſe: Adio, bel idol mio. Der Schauſpieldirektor hoffte angenehm zu uͤberraſchen, und kuͤndigte eine neue antike Tragoͤdie an; aber der Titel, Dido oder die verlaſſene Koͤnigin, vollendete die Summe der Traueranzeichen.
Endlich erſchien Florio. Die Prinzef⸗ ſin blickte ihn ſo ſchmachtend an, und rief ihm ein ſo zaͤrtliches Willkommen entgegen, daß er ihr zu Fuͤßen geſunken waͤr, haͤtte er nicht eben die gnaͤdige Audienz bei dem Gold⸗ karpfen gehabt. Er ging mit der Sicherheit eines Siegers an den Thron, uͤberreichte der


