Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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Kopf, daß ſie fuͤr eine ſolenne Audienz nicht reich genug gekleidet, und der Saal nicht praͤchtig genug dekorirt ſei Alle Hande wur⸗ den nun in Bewegung geſetzt. Die Waͤnde des Saales wurden mit den praͤchtigſten Go⸗ belins behangen, in welche alle Fuͤrſten der noch unentdeckten Welttheile, in ihrem Regen⸗ tenſchmuck eingewirkt waren, auf dem Fuß⸗ boden lagen die bereits entdeckten. Die Prin⸗ zeſſin ſelbſt bekleidete ſich mit ihrem Purpur⸗ mantel, an welchem zwoͤlf Koͤniginnen geſtickt hatten, und uͤber ihr Haupt hielten vier Mo⸗ renkoloſſen die Reichskrone von orientaliſchen Steinen und Perlen. Jeder uͤberwundene Na⸗ bob mußte einen Diamant oder eine Perle da⸗ zu liefern, das machte ſie ſo ſchwer, daß es nicht Eines Menſchen Werk war, ſie zu tra⸗ gen, am wenigſten auf dem Haupte.

Florio war außer ſich vor Erſtaunen uͤber die Pracht, und noch mehr uͤber die Schoͤnheit der jungen Koͤnigin. Er hatte ſeine wohl⸗ geſetzte Rede bei ihrem Anblick rein ver⸗ geſſen, gleichwol haranguirte er, ohne mit ei⸗ nem Wort anzuſtoßen, ziemlich lange; denn