Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

tapfer, wie keiner im Koͤnigreich, ſelbſt die⸗ ſer durfte kaum einen Verſuch wagen, den muͤrriſchen Koͤnig aufzuheitern.

Der ſchoͤne junge Page hieß Florio. Alle Damen ſahen ihn mit verliebten, und alle Maͤnner mit ſcheelen, neidiſchen Augen an. Natuͤrlich war damals das Geſpraͤch von der verfehlten Geſandtſchaft an der Tages⸗ ordnung und Morgen⸗ und Abendblaͤtter waren voll von Epigrammen und Anekdoten daruͤber. Man lachte uͤber den alten, erfahrnen Hof⸗ mann, der an der Schaam geſtorben war, und ſetzte Preiſe auf die beſte Aufloͤſung der Frage: wie dieſes moͤglich ſei? Bei ſo einer Veranlaſſung ruͤhmte ſich einmal der ſchoͤne Florio, ihm wuͤrde gewiß die Prinzeſſin gefolgt ſeyn, wenn der Koͤnig ihn nach ihr geſchickt haͤtte.

Die Neider brachten dieſe Rede geſchwind vor den Koͤnig und behaupteten, Florio halte ſich fuͤr ſo unwiderſtehlich, daß ihm die Prinzeſſin keine abſchlägliche Antwort wuͤrde gegeben haben. Da er ſich nun fuͤr ſchoͤner und liebenswuͤrdiger als den Koͤnig halte, ſo

*