Liebesproben, oder die dank⸗
baren Thiere.
Maͤrchen nach dem Franzöoͤſiſchen.
Es war einmal ein Koͤnig, der beſaß uner⸗ meßliche Schaͤtze, und ſo viel Reiche, daß ihre Namen auf keiner Bittſchrift Platz hatten, daher er ſich genoͤthigt ſah, die Etcetera ein⸗ zufuͤhren. Zugleich war er mit der ſchoͤnſten Prinzeſſin vermaͤlt. Der Hof und das gang Land prieſen ihre Schoͤnheit unvergaͤnglich und das Gluͤck des Koͤnigs graͤnzenlos.
Die Schoͤnheit der Koͤnigin verging aber dennoch, denn ſie ſtarb. Der Koͤnig war un⸗ troͤſtlich. Er lief mit dem Kopf gegen die Waͤnde, weil man alles Gewehr aus ſeiner Naͤhe entfernt hatte, und man mußte die Krone und die Tapeten wattiren, damit das koͤnigliche Haupt ſich nicht verletzte. Die Vor⸗


