86
Bei alle dem, fuhr ich in unſrer Unter⸗ haltung fort, indem wir unter den maͤchtigen Eichen auf die gothiſche Kapelle zuwandelten; bei alle dem muß ich doch geſtehen, daß es mich zuweilen unheimlich uͤberlaͤuft, wenn ich jetzt, eben jetzt, in einem Hauſe bin, wo ein ſo ungeheurer Ueberfluß herrſcht. Nicht als ob ich mich den thoͤrigten Traͤumen uͤber⸗ ließ, als ſollten, oder koͤnnten auch nur, die Menſchen, ſelbſt nur einigermaßen, in Abſicht auf Beſitz einander gleich ſeyn; nur davon kann ich mich nicht losmachen, daß eben zu Zeiten, wo Millionen ohne Verſchulden gar nichts haben, oder noch ſchlimmer, ein nicht unbetraͤchtliches, treuerworbenes Eigen⸗ thum gewohnt geweſen ſind und verloren haben— daß da Einzelne ſo unmaͤßig viel gar nicht ſollten beſitzen wollen.
Und wenn ſie es nun beſitzen: was ſollen ſie denn thun? fragte mein Gefaͤhrte.
Das bedarf wol nicht erſt einer Antwort: mit einem ſehr betraͤchtlichen Theil ihres Ueber⸗ fluſſes ſo vielen von jenen Herabgekommenen,


