Teil eines Werkes 
6. Bd. (1815)
Entstehung
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alte Marino oft zu Andreas; beide fingen an, große Stuͤcke auf einander zu halten, und Kaͤthel und Chriſtel wuͤrden ſchon jetzt wie im Himmel gelebt haben, haͤtte nicht Andreas zu erkennen gegeben, daß er, ſo gern er auch wolle, in die Heirath wegen Ver⸗ ſchiedenheit des Glaubens, dennoch nicht willi⸗ gen koͤnne.

Dieſen Gedanken zu beſtreiten, wurde jedoch vom alten Marino der ehrwuͤrdige Pfarr⸗ herr in Bewegung geſetzt, und kaum fing An⸗ dreas an zu wanken, als ganz zur rechten Zeit Joſeph mit den ruͤhmlichſten Zeugniſſen und der Ernennung als Bergguardein zuruͤck⸗ kehrte. Nun konnte Andreas der Verſicherung ſeines Beichtvaters, daß ſein Gewiſſen hier⸗ durch nicht verletzt werde, dem Flehen des Juͤnglings, den Gruͤnden des ehrwuͤrdigen Marino's, den Bitten der Weiber und

der Ehre, eines Bergquardeins Schwager zu

heißen, unmoͤglich laͤnger widerſtehen.

Das gute Kaͤthel ſchnitt am naͤchſten Sonn⸗ tagsmorgen mit eigner Hand den Rosmarin und die Mirthe zum Kraͤnzlein fuͤr die, vor