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rief er ihr zu, und reichte ihr einen mit Wein gefuͤllten Becher—„du biſt unter ehr⸗ lichen Leuten, wenn dir gleich unſer Aufent⸗
halt und Gewerbe verdaͤchtig ſcheinen kann.
Trink und ſei ohne Furcht! Deinetwegen habe ich in meinen alten Tagen die weite Reiſe nicht geſcheut; hat er mir doch faſt zwei Jahre Tag und Nacht in den Ohren ge⸗ legen; und iſt dein Herz, wie deine Geſtalt, ſo wird mein Joſeph gewiß mit dir gluͤcklich. O waͤr er doch gleich hier, um dich zu ſehen—“
„Er iſt nicht hier?“— ſeufzte Chriſtel aͤußerſt beklommen.“
„Er miuß dich verfehlt haben! Schon mit Tagesanbruch iſt er fort, um dich durch ſeine Zuruͤckkunft zu uͤberraſchen“— antwor⸗ tete der Greis.
„Er wollte dir auf dem Wege nach Gruͤn⸗
erg begegnen!“— ſetzte Thomas hinzu.
Chriſtel, die ſich freilich aus mehrern Gruͤnden noch nicht von ganzem Herzen freuen
konnte, erzaͤhlte nun, daß ſie heute nicht in
die Stadt gegangen ſei, ſondern— aus hal⸗ ber Verzweiflung einen Beſuch bei der Buſch⸗


