edlern Toͤchtern keine andere finden, als die niedrige Junia. Tdhoͤrigte! glaubſt du dir durch dieſes Gepraͤng irgend einen heimlichen Wunſch deines Herzens zu erſiegen? Marcus haͤngt mit unſterblicher Liebe an ſeiner Arin⸗ thia. Dies Opfer, das den Geiſtern des Ab⸗ grundes flammt, wird ſo wenig die Liebe, die verbrecheriſche, in dieſe reine Bruſt, als das Feuer des Himmels auf das feindliche Lager leiten!
Rom! Rom! du biſt gefallen! gefallen! gefalle!— Von nun an keine Rettung!
„rüͤhrt in heiliger Feier den Sitz der hoͤchſten Ma⸗ „jeſtaͤt: hier treulos zu werden, dies muͤſſe wenig⸗ „ſtens zeitliches Verderben bringen, wenn auch „nicht das ewige.“ Dies war die Gewiſſenhaf⸗ tigkeit jener Zeiten; dies war auch die naͤmliche, die bei jenem halb oͤffentlichen, halb verſtohlnen Opfer vorwaltete. Es ward in dem Palaſte des Praͤfekts Pompejanus vollzogen; wahrſcheinlich eine Nachahmung jener Handlung, mit welcher Numa Zeus und ſeine Donner auf den Aventinus herabzog. Wir finden hier die ſeltne Bezeichnung eines Tages: d. 1. Maͤrz. A. D. 409.— An die⸗ ſem Tage ſollte alſo Feuer vom Himmel fallen und Alarichs Kriegsruͤſtung verzehren; aber Ala⸗ rich ſchlummerte dieſe Nacht ruhig, und in der naͤchſten flammte Rom.


