Teil eines Werkes 
5. Bd. (1815)
Entstehung
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kleine Rom in mir iſt unbewacht: nur ein ohn⸗ maͤchtiger Stolz ſteht auch an ſeinen Pforten. Der rechtmaͤßige Beherrſcher iſt abweſend; er ſchlaͤft unter den ſuͤßen Liedern ſeiner Sclaven. Honor in ſeinem Ravenna weiß nicht, daß ein maͤchtiger Feind in dem Innern ſeines Reichs wuͤtet: dies iſt Roms Schickſal, dies iſt auch das meinige. Die herrſchende Vernunft iſt abweſend, die Sinne ſchlaͤfern ſie ein, ſie wird doch Goͤtter, was ſage ich! Wie, Laͤta, wagſt du, die ſchaudervolle Vergleichung kaltbluͤtig fortzuſetzen?

Demetrias, ich weiß nicht, wie es war: ein Grauen, wie aus einer andern Welt, befiel mich. Ich will abbrechen.

Eine Zuſage nimm noch von mir! noch weiß ich nicht, ob ſie mit jener Entſagung des Bildes zuſammenhaͤngt; aber du forderteſt beide zu⸗ gleich, und ich gehorche in beiden. Nein, die Baͤder Antonins ſollen nie wieder von mir be⸗ ſucht werden! Hat nicht der anniciſche Mar⸗ morpalaſt auch Baͤder, die keinem Kaiſerbade weichen? Was kuͤmmerts mich, daß die Fau⸗ ſtinen und Flaccillen dort badeten? Vielleicht