Teil eines Werkes 
5. Bd. (1815)
Entstehung
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Du fragſt, mein Koͤnig, denn ich kenne deine Herablaſſung zu meinem kleinen Selbſt, wie mir unſer Sclav bei der ſchoͤnen Annicierin gedient hat? Wenigſtens wollte ich, daß du ſo fragteſt, um dir die Fuͤlle meines Gluͤcks geſtehen zu duͤrfen.

Wiſſe, ich genieße alle Tage des vollen un⸗ verhuͤllten Anſchauens dieſer Cythere. Durch Eutrops wohlbezahlte Huͤlfe kenne ich das Bad, das ſie jeden Abend beſucht. Mein iſt, Dank ſei es dem Verraͤther, die Niſche, aus wel⸗ cher eine Alabaſter⸗Nymphe ihre kuͤhlende Juui der Badenden zuſtroͤmt.

Arme Annicia! holde, ſich unbemerkt glau⸗ bende Unſchuld! Deine Wohlthaͤterin hat Au⸗ gen, und daß dir ihre Urne ſtatt des gelaͤu⸗ terten Waſſers der gelben Tiber nicht die koͤſt⸗ lichſten Wohlgeruͤche ſpendet, daß aus ihrem Kranze dich nicht lebende Roſen erfriſchen, das gehoͤrt auf die Rechnung der Behutſamkeit, welche ſchon oft dem Thoren Einhalt that, der im Begriff war, ſein Gluͤck zu verrathen.

mein Koͤnig! ich ſchildre dir nicht die Seligkeit jener Stunden: die Schilderung waͤre