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Poſt ſeripte.
Der Churprinz von Brandenburg, Johann, aͤlteſter Sohn Albrechts von Brandenburg, war ſchon als Knabe(1468) mit einer ſaͤchſi⸗ ſchen Prinzeſſin verlobt, und 1474 ſollte die Vermaͤhlung vollzogen werden, wenn man die Koſten würde beſtreiten koͤnnen. Denn, ſchrieb der Prinz ſeinem Vater— nach⸗ dem mich der Schwiegervater geſehen, hat er gemeinet, ich ſey groß genug fuͤr ein Weib, und ſeine Tochter Margretha waͤre auch groß genug fuͤr einen Mann, und in guter Geſund⸗ heit: drum wolle er ſie uͤberantworten, an welch Ende man's begehre. Allein, wie wir uns ſchmuͤcken, und woher wir's nehmen ſol⸗ len, dann was wir vom Geſtickten haben ſol⸗ len, waͤre nun wohl Zeit, daß ſolches ange⸗ fangen wuͤrde zu machen. Denn wir vermoͤ⸗ gens von dem Unfrigen hierinnen nicht, Ewr. Liebe wohl wiſſentlich. Item, wir ſind in un⸗ ſrer Haushaltung gar geringe verſehen mit Bettgewand, Laken, Tiſchtuͤchern, und allen


