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Daß nicht, wie vormals ich, ein frohes Kind, Getroſt mich nahn, Gewaͤhrung hoffen, daß Ich mein Geheimnis ihm verſchließen ſoll!
So muß denn ſtets, auch vor geliebten Seelen, Das Schoͤnſte ſich, das Heiligſte, verhehlen?—
Sie geht in die Laube. Pietro Gradenigo und Andrea Bantino kommen im Geſpräch.
Pietro.
Genug von ihnen! Was die muͤß'ge Horde Erhitzter Schwaͤrmer, die den Brutus reden, Den Kaſſius geſtikuliren; was
Gedruͤckter Hochmuth, frecher Jugendduͤnkel, Verworren traͤumen, bruͤten, leiſ' verſuchen, Laͤßt ſich berechnen, wird uns auch bekannt,
Eh ihre Haſt es ſelbſt den Freunden noch Vertraut. Sie laſſ' ich gern nach hoher— Luft, Wie Kaͤfer an dem langen Faden, flattern,
Um dann, zu meiner Zeit, ſie herzuziehn.
Das nicht'ge Spiel, das ſich mit ihnen treibt, Iſt ſeit Jahrtauſenden verſucht, bewaͤhrt,
Und ſtets mit ſichrer Hand gewonnen worden. Was will der Rohe, der dem Herrſcher draͤut? Der ſchoͤnen Freiheit Schattenbild auspraͤgen?


