Ganz mich beruͤcken Dein' in mir lebende, Stuͤrmende, bebende Gotterluſt!—
Dort, uͤber das wallende, brandende Meer,
Schreitet durch duͤſtres, ſchwarzes Gewölke
Dunkel gluͤhend die Sonne daher:
So, Giulio, gluͤht verzehrende Liebe dir
Von dunkler Stirn, aus duͤſtern Blicken!
Was alle ſcheucht, bringt mir, nur mir,
Verborgne Wonne, geheimes Entzuͤcken!
Und flieh' ich ſchuͤchtern— wie der Vogel hier
In ſtille Nacht der Einſamkeit
Enrflieht dem Strahl, der ihm Verſchmachten draͤut—
Soll ſelbſt mein Fliehn dich hoͤher nur begluͤcken!—
Wo weilſt du, Giulio? ſagt dein Herz dir nicht,
Wer hier fuͤr dich des Zwanges Feſſeln bricht?
Wer ſchlummerlos um dich die oͤde Nacht
In heißen, bangen Thraͤnen durchgewacht?— Was zweifl' ich! Nein, o du mein Einz'ger, weißt
Was mich bewegt: in dir lebt ja mein Geiſt;


