Teil eines Werkes 
3. Bd. (1815)
Entstehung
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ſtillſchweigend von des Steuerraths Halſe nahm und in der Gruft aufhing.

Sie ſprachen hierauf beide von den Ihrigen, und weinten dazwiſchen, und das ſo lange, bis der Abſchied des Tages ſie an die Nothwendig⸗ keit des ihrigen erinnerte.

Bei der Gelegenheit muß ich noch erwaͤhnen, daß ein Paar Leichenſteine in der Naͤhe den Traurenden ein großes Aergerniß gaben. Der eine war einer Frau von ihrem zweiten Manne, und der andere einem Manne von ſeiner zwei⸗ ten Frau geſetzt. Die Wittwe behauptete, daß jede zweite Ehe ein Verbrechen genannt werden koͤnnte, und auch der Wittwer wandte ſein Auge nicht ohne Unwillen von den Leichenſteinen, wel⸗ che zu Zeugen einer ſolchen Greuelthat aufge⸗ ſtellt worden waren. Beide kamen darin mit einander uͤberein, daß dergleichen Menſchen durchaus kein Herz haben koͤnnten.

Fortgeſetzter Umgang.

Und dies war der naͤmliche Abend, an dem der Wittwer von neuem außer ſich gerieth, die Portraͤts und Mannſkripte der Seligen kuͤßte,

Selene VIII. Heft. 4