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Erhabenen entſteht nun das Romantiſche, welches daher, um unſre Vergleichung aufzu⸗ nehmen, ſich zu dem Schoͤnen verhaͤlt, wie das Farbenſpiel zu dem reinen Licht.
Wir nennen im Gegenſatz der alten, klaſſi⸗ ſchen Zeit, die neuere, und in dieſer beſonders das Mittelalter, ein romantiſches Zeitalter. Zeigt ſich aber nicht eben in dem Charakter jener Zeit dieſe unverkennbare Vermiſchung des Erha⸗ benen und Angenehmen? Es ſei hier genug, ſie in den beiden Wendepunkten alles damaligen Wirkens nachzuweiſen: in der Liebe und der Religion.
In dem klaſſiſchen Alterthum konnte wenig von der Sehnſucht der Geſchlechtsliebe die Rede ſeyn. Damals, wie der Elegiendichter aus Rom ſagt,
.. da Goͤtter und Goͤttinnen liebten, folgte Begierde dem Blick, folgte Genuß der Begier.
Enthaltſamkeit war weder durch Konvenienz, noch durch religioͤſen Kultus zur unwillkommnen Sitte geſtempelt; ja der Dienſt der ſchoͤnen


