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unreinem Blick die ſchuldloſen Spiele entweiht und ſtoͤrt..
Eben ſo gern vermehrt ſie des haͤuslichen Lebens ſtilleres Gluͤck und tritt liebreich und freudebringend in die Wohnungen der Men⸗ ſchen. Sie liebt die Jungfrau, warnt die Gattin, iſt huͤlfreich der werdenden Mutter, ſchuͤtzt den Saͤugling, und bewahrt dem Manne des Stammes Ehre und des Lebens Freude.
Aber ſie flieht den ehernen, wilden Ares, der die Mutter verfolgen half. Eingedenk des friedlichen Oelbaums, der ihre Geburt um⸗ gruͤnte, meidet ſie den Haß und die zerſtoͤrende Eiferſucht: doch iſt die Gewalt des Bogens ihr nicht fremd; Niobe's geſchlechtſtolzer, hohn⸗ ſprechender Mund verſtummte vor dem Klang ſeiner Sehne.


