Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
Entstehung
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über das Benehmen gegen ihre leiblichen Kinder empfinden mochte, ſagte ſie ſich, daß Victor, wenn ſie ihm mehr Vertrauen geſchenkt hätte, wohl geeigneter wie Graf Stephan geweſen wäre, ihre Vermögens⸗Angelegenheiten zu verwalten; freilich würde er ſich der großen Ver⸗ ſchwendung wohl widerſetzt haben, und dieſe Rückſicht war es ja auch zum großen Theile geweſen, welche es der Fürſtin räthlich erſcheinen ließ, ihn dieſen Sachen gänzlich fernzuhalten; aber jetzt, wo ſehr ernſte Befürchtungen an ſie hinantraten, änderten ſich ihre Anſichten darüber doch ſehr.

Jede Verbindung zwiſchen Mutter und Sohn ſchien nun vollſtändig abgebrochen zu ſein, und wenn Erſtere jetzt ſelbſt zu dem Entſchluſſe gekommen wäre, ſich mit Victor wieder zu verſöhnen und ſeinen Rath und Beiſtand in Anſpruch zu nehmen, ſo mußte derſelbe doch ganz un⸗ ausführbar erſcheinen, da Victor ſich in ſo weiter Ent⸗ fernung befand und ſich nicht erwarten ließ, daß er ſeine eigenen Intereſſen denen hintenanſetzen werde, die man ihm bisher abſichtlich, ſogar in kränkender Weiſe, ver⸗ ſchloſſen hatte.

Als die Fürſtin im Frühjahre 1851 den Brief ihres Sohnes erhielt, worin ihr derſelbe, ohne weiter ihren Rath