Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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wollten, als in der Heimath, die ſo viele bei Weitem an⸗ ziehendere Reize hatte, als die äußerlich glänzendere Außenwelt.

Vom Schloſſe her donnerten die Böller zum Ehren⸗ gruße, unter vielſtimmigen freudigem Hurrah der Diener⸗ ſchaft fuhr der Wagen in den Hof ein und hielt an der großen Treppe, von der herab Gräfin Eleonore, Mutter Martha und hinterher der alte Theißen ihren Kindern, Freudenthränen in den Augen, entgegen eilten. Es war⸗ eine recht herzinnige, tief empfundene Begrüßung, und die gegenſeitig geſtellten Fragen und darauf ertheilten Ant⸗ worten wechſelten ſo ſchnell und lebhaft, daß Doctor Mit⸗ termann ihnen Einhalt thun mußte, indem er darauf auf⸗ merkſam machte, daß Marien's Nerven immer noch zu er⸗ regt ſeien, um dem auf ſie eindringenden Sturme unbe⸗ ſchadet Trotz bieten zu können. Wieder ſaß man, wie bei der Hochzeit vor faſt zwei Jahren, in dem Geſellſchafts⸗ ſalon freudig zuſammen, aber die Liebe der jungen Gatten hatte jetzt ſchon eine harte Probe glücklich beſtanden und deren Ernſt hatte ſich auf Aller Gemüther übertragen; dennoch aber waren Alle zufrieden und der feſten Zuver⸗ ſicht, die Prüfung werde zum Heile der Gatten geweſen ſein und jedes fernere Mißverſtändniß, deſſen Gefahren ſie einſehen gelernt hatten, fern von ihnen halten.

Der treue Wilm fehlte in dieſem Eirkel, denn ſo