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an denen Anderer ſo ſchwer verſündigt hätte, wie es Ida gethan.“
„Jda iſt nicht ſo zartfühlend, nicht ſo weichherzig, wie Du,“ warf Egmont ein,—„ſie hat ſogar bewieſen, daß ſie böſe iſt; ſie iſt auch viel zu leichtſinnig, um die Stimme des Gewiſſens ruhig anzuhören und reuig in ſich zu gehen; vielmehr wird ſie erſtere durch Vergnügungen übertäuben und, wenn ſie ſtraflos bleibt, ihre Verſuche, unſer Glück zu ſtören, bald wiederholen. Wenn ſie Reue über ihr Handeln empfunden hätte, als ſie deſſen traurige Folgen deutlich ſehen mußte, ſo wäre ſie unter dem Vor⸗ wande inniger Theilnahme, die ſie Dir früher zu erheucheln verſtand, an Dein Krankenlager geeilt, oder ſie würde mich auf irgend eine Weiſe aufgeklärt haben, was geſchehen konnte, ohne daß ſie ſich ſelbſt compromittirte, wenn ſie es vorſichtig that. Aber Ida hat unſere vollſtändige Trennung bezweckt,— vielleicht nicht allein aus Rachegefühl, ſondern auch in der thörichten Abſicht, ſpäter Deinen Platz einzu⸗ nehmen, nach dem ſie einſt geſtrebt hat,— ſie hat ſich nicht dadurch rühren laſſen, daß Du dem Tode nahe ge⸗ bracht worden warſt, und ſie würde denſelben mit Freude vernommen haben. Sie verdient im vollſten Maße Strafe.“ 4*
Nur mit Mühe gelang es Marie und Mittermann, Egmont von ſeinem Vorhaben abwendig zu machen, und


