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Erinnerungen an die Vergangenheit hin, die Dich von Neuem ſchädlich aufregen könnten.“
„Sorge nicht darum, Egmont,“ erwiederte ſeine junge Frau ernſt und ſanft;—„ich kann nicht ohne Schaudern an Das denken, was zwiſchen uns vorgefallen iſt, denn es hat mich gar zu elend gemacht, aber jetzt iſt es ja vorüber, und wenn ich es auch nicht vergeſſen kann, ſo bin ich doch glücklich, Dich wieder mein nennen zu dürfen, und dies iſt der vorzüglichſte Gedanke, der mich bewegt. Aber ſage, Egmont,“ fuhr ſie etwas ängſtlicher fort,— „Du haſt auch wirklich die Ueberzeugung gewonnen, daß Du mich in einem ungerechten Verdachte hatteſt, und nicht
das Mitleid oder irgend ein anderer Grund iſt es, der
Dich mir wieder zuführt?“
„Ich ſchwöre es Dir bei dem höchſten Gott, daß keine Spur von Mißtrauen mehr meine Liebe zu Dir be⸗ fleckt und daß es nicht einmal mehr der überzeugenden Beweiſe, die man mir vor die Augen gelegt hat, bedurft hätte, Deine Unſchuld anzuerkennen,“ ſagte Egmont zuver⸗ ſichtlich.„Ich begreife mich ſelbſt nicht, Marie, daß ich mich ſo weit von der Leidenſchaft fortreißen laſſen konnte, Dich eine Weile zu verdammen.“
Marie war beruhigt; ſie fragte nach ihren Eltern und verlangte, daß ſogleich ein Bote nach dieſen abginge,


