man die Corridors und inneren Räume ausſchmückte, und
für die Dorfſchaft und die Dienerſchaft des Schloſſes
wurde ein Feſtmahl zugerichtet, denn Graf Egmont wollte, Alle ſollten ſich mit ihm freuen. Zwiſchen allen dieſen Vorbereitungen hörte man immer wieder Fragen und Vermuthungen, wer die neue Gräfin ſeiz; faſt alle einiger⸗ maßen ſchöne Töchter der umwohnenden vornehmen Guts⸗ beſitzer wurden als ſolche bezeichnet, Andere wieder behaup⸗ teten, es ſei eine Dame aus der Fremde, die der Graf auf ſeinen Reiſen kennen gelernt haben müſſe. Niemanden aber fiel es ein, an die arme Förſterstochter Marie zu denken, die man ſchon lange wieder vergeſſen hatte. So kam der Tag heran, auf den die Trauung feſtgeſetzt war und an welchem das Eintreffen der Braut erwartet wurde; man beeilte ſich, einen Platz in der kleinen Dorfkirche zu erhalten, und wem dies nicht mehr gelang, der ſchloß ſich der draußen neugierig harrenden Menge an.
Jetzt fuhren die gräflichen Equipagen vom Schloſſe herab der Kirche zu; die Wagenfenſter waren geſchloſſen, und die vor der Kirche Harrenden fanden ihre Neugierde vollſtändig unbefriedigt, denn aus der erſten ſtiegen von tauſendſtimmigen Jubel begrüßt, Graf Egmont und ſeine Mutter, aus der zweiten, die an dem entgegengeſetzten Eingange des Gotteshauſes hielt, der allgemein bekannte Doctor Mittermann und eine ſchöne Frauengeſtalt von
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