Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Egmont ſelbſt war tief ergriffen von der Weigerung ſeiner Mutter, ſeinen Bund mit Marie zu ſegnen, obgleich er dies ziemlich ſicher vorausgeſehen hatte; er fühlte jetzt erſt deutlich, daß ſein Glück ohne ihre Einwilligung nie ein reines, ungeſtörtes ſein könne, und wenn er deshalb auch nicht in ſeinem Entſchluſſe wankend wurde, ſo beſchloß er doch, noch einen zweiten Verſuch zu wagen, das Herz ſeiner Mutter zu erweichen; er hoffte, ein längeres Nach⸗ denken werde ſie günſtiger für ihn ſtimmen.

Daher benutzte er ſchon den folgenden Tag zu einer zweiten Unterredung mit ihr. Von Neuem beſchwor ihn die Gräfin mit den flehentlichſten Bitten, ſein Vorhaben der Heirath aufzugeben oder zu verſchieben, Egmont blieb feſt bei ſeinem einmal gefaßten Entſchluſſe, aber auch er bat die Mutter ſo innig, ſeinem Glücke nicht hindernd in den Weg zu treten, er ſagte ihr, daß die Verweigerung ihrer Erlaubniß doch nichts Anderes bewirken werde, als den Frieden ſeiner Ehe zu ſtören, und endlich konnte das Mutterherz ſeinem Flehen nicht länger widerſtehen.

Magſt Du denn Deinem Herzen folgen, Egmont, ſagte ſie unter Thränen;ich ſehe, daß ich Dich nicht daran hindern kann und werde zu Gott beten, daß er Dein

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Vorhaben ſegne, ich will auch Marie als meine Tochter aufnehmen, wenn Du ſie in dieſes Haus führſt, aber er

innere Dich meiner Warnung und mache mir keine Vor⸗